"Irgendwas ist immer"

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

MUSIK Das anarchische Punkfolkloreduo Attwenger erzielt auf seinem neuen Album "Dog" durch minimalen Einsatz der Mittel wieder maximale Wirkung. Ein Gespräch über Borniertheit, Menschheitsprobleme und den Amadeus Award. 

"Österreicha san ehrlich

und wauns ehrlich so san

daun sans owa gfährlich."

(Attwenger: "Dum", 2005)

Hans-Peter Falkner und Markus Binder wirken wie ein altes Ehepaar. Ein Ehepaar aber, das einander nicht etwa über eine jahrelang kultivierte Verachtung verbunden ist, sondern durch die Fähigkeit, sich immer wieder aufs Neue inniglich aneinander zu reiben. Falkner und Binder wirken so verliebt wie am ersten Tag; gleichzeitig dürften bei ihnen freilich schon an diesem ersten Tag ganz ordentlich die Fetzen geflogen sein.

  Falkner ist der Stämmige mit der Ziehharmonika, Binder der schlaksige Schlagzeuger mit dem Elektronikfaible. Singen tun sie beide, und gemeinsam sind die zwei Oberösterreicher als Attwenger mit ihrer experimentierfreudigen Mischung aus Gstanzlrap,


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