Gute Nacht, schöne Gegend

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

KUNST Wie modern kann der Hofmaler eines barocken Monarchen sein? Eine Retrospektive über das Werk des spanischen Malers Francisco de Goya (1746-1828) sucht nach Antworten. 

Das Dilemma begann mit Werner Hofmann. Der Wiener Kunsthistoriker, Gründungsdirektor des Wiener Museums des 20. Jahrhunderts, rüttelte als Erster an einer kunsthistorischen Selbstverständlichkeit, derzufolge die moderne Kunst mit dem 20. Jahrhundert gleichzusetzen sei. 1960 erschien sein Buch "Das irdische Paradies", das die in der neueren Kunstgeschichte scheel beäugte Kunst im 19. Jahrhundert neu bewertete. Als Direktor der Hamburger Kunsthalle konzipierte er eine Ausstellungsreihe, in der die Normbrüche der Moderne auf die Kunst "Um 1800" (so der Reihentitel) bezogen wurden - und eben nicht auf die sogenannten Wegbereiter und Klassiker von Cézanne bis Picasso. "Die moderne Kunst ist in wenigen Jahrzehnten um Jahrhunderte gealtert", konstatiert der Kunsthistoriker Walter Grasskamp.

  Eine wichtige Figur dieser

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