BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

Wenn Männer sich nicht nur für Stereoanlagen und Elektrorasierer, sondern sogar für Pürierstäbe, Kaffeereiben und Zahnbürsten interessieren, dann kann dabei a) eine schwere sexuelle Perversion oder b) verständliche Begeisterung für gutes Design im Spiel sein. Wenn es um Produkte aus dem Hause Braun geht, ist meist zweiteres der Fall. Max Braun fertigte schon in den Zwanzigern Radiobauteile, und verkaufte in den Vierzigern rund drei Millionen Stück der manulux Taschenlampe. 1954 kaufte Ronson um zehn Millionen Dollar die US-Lizenz für den Scherblattrasierer, ein Jahr später kam das erste Braun-Design auf den Markt, das in der Unterhaltungselektronik, der Fototechnik und bei Haushaltsgeräten Maßstäbe setze. Im Bild: drei Rasierer aus den frühen Sechzigern, rechts außen der legendäre sixtant SM 31 von Gerd Alfered Müller und Hans Gugelot.

Bernd Polster: Braun. 50 Jahre Produktinnovationen. Köln 2005 (DuMont ). 504 S., zahlreiche Abbildungen, E 18,40 / K. N.


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