DESIGNTHEORetiker Thomas Geisler

"Nicht nur Styling"

Lichtfrisur und Rachesitz | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

Als Designtheoretiker befasst sich Thomas Geisler, 33, besonders mit dem Spannungsfeld zwischen Innovation und Tradition in der österreichischen Design- und Kulturgeschichte. Dissertiert hat er zum Thema "Transfer des Militärischen in den Alltag". Geisler hat Lehraufträge an verschiedenen Unis und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Designgeschichte und Theorie an der Angewandten. Im Rahmen der Blickfang-Messe hält er einen Vortrag zum Thema "Der Wien-Faktor - Design mit Gemütlichkeit".

Falter: Herr Geisler, was genau ist der "Wien-Faktor" in der Designszene?

Thomas Geisler: Ich wollte der Frage nachgehen, ob in einer Zeit, in der wir uns global orientieren, solche Einteilungen überhaupt noch möglich sind. Die Zeiten des nationalen Designs sind ja vorbei, vielleicht lassen sich grob noch kontinentale Unterschiede festmachen - in Asien, Europa und Amerika. Natürlich sind aber auch noch die kulturellen Prägungen vorhanden, wie der Islam oder das Christentum. In diesem


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige