Editorial

Special | Erwin Fiala | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

Sinn(losigkeit) der Kunst?

Im Rahmen der diesjährigen K.U.L.M. Akademie Vorstadt stellen sich die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler unter anderem die Frage nach dem/der Sinn(losigkeit) der Kunst im suburbanen Bereich. Eine Frage, die sich letztlich aus der immer wieder zu diskutierenden offenen Programmatik und dem vertretenen "erweiterten Kunstbegriff" im Kontext von "Kunst, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft" ergab.

Der explizite Anspruch, mit den eigenen künstlerischen Aktivitäten eine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen, führt auch dazu, die künstlerische Position und die "Wirksamkeit" des Anspruchs zu überprüfen. In diesem Sinne ist K.U.L.M. Vorstadt/Suburbia eine Art Experimentum Crucis.

Bereits die Frage, inwieweit Kunst überhaupt eine gesellschaftliche Funktion haben soll, muss überprüft werden. Diese normative Fragestellung verdeckt die banale Tatsache, dass Kunst - ob man es will oder nicht - notwendig auf die gesellschaftliche Ebene "einwirkt" - weil sie


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