Fenster zur Straße

Special | aus FALTER 41/05 vom 12.10.2005

White Studies. Lena Lapschina fotografiert seit über zwei Jahren Menschen vor ihrem Schlafzimmerfenster in Suburbia.

Untersuchungen des täglichen/nächtlichen sozialen Verhaltens an der Bannmeile von Ostbahn und Zentralfriedhof, als Bilderfolgen getaktet auf zwei Projektionsleinwände. Untermalt von der Novosibirsker Electronic Band Nuclear Los.

Seit über zwei Jahren richtet Lena Lapschina ihre Zenit-Kamera mit aufgepflanztem Hyper-Teleobjektiv (1000 mm) aus immer dem gleichen Fenster im 7. Stock des Gasometer B in Wien-Simmering auf die ihr zu Füßen liegende Vorstadtlandschaft. Was sie einfängt und festhält - manchmal scharf, manchmal verschwommen - ist die "ganze Welt" zwischen Schrebergartenidylle und Supermarktparkplatz: Sandler und Biedermeier, Punks und Superstars, Sprayer und Polizisten, Pinkler und Liebende, Hundebesitzer und Briefträger, Jugendgangs und Exhibitionisten ...

Lena Lapschina

Geboren 1965 in Kurgan, Sibirien. Lebt und arbeitet in Wien. Künstlerin, Mitbegründerin "State of the Art", künstlerische Leiterin M21.

Aktuelle Ausstellungen 2005:

INward OUTward, Flacc, Genk, Belgien; Artistic Flags Festival, The Golden Eye, Novi Sad, Serbien und Montenegro; 8. Biennale der Fotografie "Fotonoviembre 05", Zentrum für Fotografie, Santa Cruz de Tenerife, Spanien; radikal lokal, Kunsthalle Wien/Tanzquartier, Wien; minus 2005, IG Kultur Film Festival, Wien.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige