Liebe Leserin, lieber Leser!


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Versuchen Sie es einfach einmal. Es ist nicht schwer, und auch wenn Sie behaupten, nicht eitel zu sein, Sie werden es mögen. Sagen Sie es einfach einmal vor sich hin, schreiben sie es auf, mailen Sie es sich, kratzen Sie es in Lehm, meißeln Sie es in Stein, schmieren Sie es in Zuckerguss, säen Sie es als Kresse aus. Es wird Ihnen gut tun, wenn's satt und grün vor Ihnen steht. Das Wort ICH.

  Wir Journalisten verwenden dieses Wort kaum, nur in sogenannten Meinungskommentaren ist es erlaubt. Für feinere Augen und Ohren lacht es natürlich aus allen Texten heraus, je mehr sie es verstecken, umso lauter. Man könnte beinahe behaupten, wer Ich sagt, versteckt sich noch am besten. Manchmal fällt der Ich-Gebrauch aber wirklich schwer. Zum Beispiel schreibe hier ich, damit ich Klaus Nüchtern loben kann, dafür, dass er gemeinsam mit Klaus Taschwer wieder einmal die beste Buchbeilage des Landes gezimmert hat (sie liegt bei, und zusammengenagelt haben sie Barbara Blaha und Reinhard Hackl).

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