Wie anders ist Wien?

Vorwort | ANTON PELINKA | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

KOMMENTAR Michael Häupl blüht auf, weil die SPÖ auf Bundesebene nicht regiert. Doch was kommt nach dem 23. Oktober? 

Wien ist rot, Wien bleibt rot. Londons Livingston und Berlins Wowereit, Roms Veltroni und Paris' Delanoe können davon nur träumen, was Häupl am 23. Oktober sicher einfahren wird - eine satte Mehrheit, größer noch als die, die er 2001 schon erreichen konnte. Wer, außer Moskaus Luschkow, kann in einer der großen Kapitalen Europas mit solchen Wahlerfolgen rechnen?

  Das Besondere: Häupl kann sich reinen sozialdemokratischen Gewissens seiner Mehrheit erfreuen. Er hat nicht, wie seine Genossen in Kärnten, schamlos Konzessionen an den Deutschnationalismus gemacht; er hat, bei der ähnlich schamlosen Türkei-Anpassungspolitik Gusenbauers und Caps, sich vornehm, aber deutlich zurückgehalten.

Häupl hat auch 2001 gezeigt, wie man mit Haider umgeht: Er hat ihn inhaltlich konfrontiert, er ist mit ihm nicht Spargel essen gegangen. Und Häupl wurde dafür belohnt: mit einer


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