"Gospel fährt immer"

Politik | JULIA ORTNER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

WIENER WAHL ÖVP-Chef Johannes Hahn über schwule Schwarze, seine Dauerwelle in den Achtzigern, die große Gefahr von Alkohol, christliche Tugenden und seine vielen Exfreundinnen in Döbling. 

Sauber und ordentlich zubetoniert liegt sie vor ihm, die "Piazza Favorita", wie er sagt. Johannes "Gio" Hahn, heller Anzug, Stecktuch, sonnt sich im Favoritner Straßencafé Pascucci am neuen Columbus-Platz. Den italophilen Wiener ÖVP-Chef hat es zum Händeschütteln bis in den Zehnten verschlagen. Er kämpft um den zweiten Platz hinter Michael Häupl (2001 machten die Schwarzen 16,4 Prozent), da muss man auch raus aus den Bobo-Bezirken. Eine Woche vor der Wahl präsentierte Hahn nun sein letztes Personalaufgebot: Exrechnungshofpräsident Franz Fiedler ist der ÖVP-Kandidat für die Funktion eines Kontrollstadtrats. Hahn hat Ende Juni Alfred Finz auch offiziell als Parteichef abgelöst. Der promovierte Philosoph wechselte 2003 von der Abgeordnetenbank auf den Posten eines nicht amtsführenden Stadtrates


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