Kleiner Raum, große Schritte

Medien | FRANZ SCHUH | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

HERBERT HUFNAGL (1945-2005) Der Autor der "Kopfstücke" ist Freitagnacht nach langer Krankheit gestorben. Eine Würdigung, die zu Lebzeiten des "Kurier"Kolumnisten verfasst wurde. 

Von Herbert Hufnagl habe ich noch keine Zeile mit reinem Vergnügen gelesen. Entweder war ich grün vor Neid oder ich hatte jenen neidlosen Respekt, der von einem Interesse für das Handwerk des Schreibens herrührt. Hufnagl schreibt in dem höchst interessanten Raum der "Kolumne": In der Kolumne berühren Journalismus und Literatur einander, also zwei sehr widersprüchliche Institutionen unserer wunderbaren Gesellschaft. Auf den ersten Blick erkennt man das Journalistische einer Kolumne sofort, also bereits an der Oberfläche: Eine Kolumne erscheint täglich, und die für den Kurier katastrophale Zeit, in der Herbert Hufnagl, ein Mann von rücksichtslosem Eigensinn, völlig unnötig auf Urlaub weilt, wird von der Redaktion zu Recht mit Entschuldigungen vorbereitet.

  Die Kolumne ist eine tragische Gattung:


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige