FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Das Prinzip Peinlichkeit funktioniert immer. Wenn man vor lauter Scham über das, was die Leute am Schirm so treiben, nur mehr durch die Finger schauen kann (quasi frühkindliches Muster) - dann funktioniert eine Sendung. Derzeit bedienen sich die ORF-Unterhaltungsmenschen des Prinzips Peinlichkeit gleich bei mehreren Formaten. Lustig, wie bei der Tanzshow "Dancing Stars" patscherte Promis (Toni Polster) und steife Fernsehmenschen (wieso, Barbara Rett?) wilde Tangos oder gediegene Slow Foxes aufs Parkett legen. Ausrutscher garantiert, jetzt hat es das Model hingehauen! Und Tanzrichterin Dagmar Koller weiß immer was gekonnt Fieses zu Marika Lichter zu sagen: "Marika hat vorgemacht, dass man kein Flaumfederl sein muss, um das so zu tanzen!" Gegen diese hohe Schule der Gemeinheit kommen die Möchtegerncomedians bei "Die Frischlinge" direkt hausbacken rüber. Aber auch hier sind peinliche Momente garantiert. Wenn die Kandidaten Sketche spielen und dabei auf Improvisation machen - und jeder merkt, dass sie die Spontaneität vorher brav einstudiert haben.


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