Messen für Massen

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

MUSIK Die phänomenal erfolgreiche Elektropopgruppe Depeche Mode veröffentlicht nach viereinhalb Jahren ein neues Album und geht auf Welttournee. Porträt einer Band, die wie eine Religion funktioniert. 

"Words are very unnecessary"

Depeche Mode, "Enjoy the Silence" (1990)

Wer Depeche Mode gut findet, hat ein Problem: Er ist nicht allein. Die englische Band war nie Geheimtipp, sondern von Anfang an Massenphänomen. Rund fünfzig Millionen Alben haben Depeche Mode seit 1981 verkauft, Monat für Monat kommen allein in Deutschland angeblich 15.000 bis 20.000 Stück dazu; die Erfolgsgeschichte ist so makellos, dass sogar die Beteiligten nur staunen können: "In unserer Karriere hatten wir immer nur Erfolg, das ist schon seltsam", sagt Bandmitglied Andy Fletcher im Gespräch mit dem deutschen Rolling Stone.

  "Music for the Masses" heißt ein berühmtes Depeche-Mode-Album von 1988. Das ist gleichermaßen ironisch und wörtlich zu verstehen. Es gibt Nummern, die fast jeder kennt, weil sie ununterbrochen


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