Gut gelaufen

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

DEUTSCHER BUCHPREIS Der erstmals vergebene Deutsche Buchpreis geht an den Vorarlberger Arno Geiger für dessen Roman "Es geht uns gut". 

Rückblickend lässt sich leicht so tun, als ob es nicht anders hätte kommen können. Hätte es natürlich schon. Und doch: Mit Arno Geiger und "Es geht uns gut" waren keineswegs krasse Außenseiter im Rennen um den heuer erstmals vergebenen und insgesamt mit 37.500 Euro dotierten Deutschen Buchpreis als Erste durchs Ziel gegangen. Der Roman war im Feuilleton fast durchgehend gut bis enthusiastisch besprochen worden. Lediglich Robin Detje wettert in seinem Verriss in der SZ gegen eine "kitschselige Erzählung von mittlerem Glanz", die er am Ende wütend als "Konsensschrott" geißelt - "im Grunde widerlicher als ehrlicher Trash".

  Juryentscheidungen indes kommen ohne Konsens nicht aus. Die Entscheidung sei, erklärte Jurysprecher Bodo Kirchhoff am Montagabend, von einer "klaren Mehrheit" betragen worden. In der Tat scheint der 1968 in Bregenz geborene


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