BEST OF WIEDERAUFBAU

Gar nicht so schlecht!

Stadtleben | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Le Corbusier in Wien!", ruft Iris Meder beim Zusammenstellen der besten Nachkriegsbauten. Fast, denn sie meint damit die von Auböck/ Hoch/Rössler geplanten Wohnhäuser (2., Vorgartenstraße), die an den Stil des Obermodernisten erinnern. Zu Unrecht vergessen sei die Hans-Radl-Schule Viktor Adlers (18., Währinger Straße 173-181). Dann natürlich Boltenstern: Ringturm (1., Schottenring 30), die Staatsoper (1., Opernring 2). In der Opernpassage ist vom Charme der Fünfziger nicht mehr viel geblieben. Die Fifties-Cafés: Rudolf Vordereggers Konditorei Aida (1., Stock-im-Eisen-Platz 2); das Café Prückl (1., Stubenring 24) und der Volksgarten-Milchpavillon und das daran anschließende Dancing (1., Volksgarten 2) von Oswald Haerdtl. Das Filmcasino (5. Margaretenstraße 78) ist eines der wenigen originalen Kinos der Zeit. Heinrich Hrdlickas Südbahnhof wird zu Unrecht geschmäht. Als sozialen Wohnbau empfiehlt Architekturhistorikerin Meder die Siedlung am Schöpfwerk von Franz Schuster (12., Andersengasse). Von Max Fellerer und Eugen Wörle: der Plenarsaal des Parlaments (1., Dr-Karl-Lueger-Ring 3), das Strandbad Gänsehäufel (22., Moissigasse 2) und der Concordia-Hof (1., Am Gestade). Von Margarete Schütte-Lihotzky und Wilhelm Schütte stammt das Globus-Verlags-Gebäude (20., Höchstädtplatz). Vergessen und halb verfallen: das Josef-Afritsch-Heim von Hoch/Böck/Bergmann (13., Hörndlwald). Die Klassiker: das Böhlerhaus (1., Schillerplatz) und die Stadthalle von Roland Rainer (15. Vogelweidplatz 14); Schwanzers Zwanziger Haus (3., Schweizer Garten).

M. D.


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