Früchte des Webstuhls

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Textilkunst Bei Loom Fashion gibt es Kleidung aus usbekischen Stoffen, Filzhüte aus Kirgisien oder Schals aus Westanatolien.

Loom ist englisch und bedeutet Webstuhl. So gesehen passt der Name für das neue Geschäft des Kunsthändlers Davut Mizrahi, der sich vor allem auf historische Textilkunst spezialisiert, ganz ausgezeichnet. Auf nur 17 Quadratmeter Singerstraße (stilvoll gestaltet von der jungen Heidrun Steinhauser) geht es nämlich hauptsächlich um die Früchte des Webstuhls. Und die stehen zum Beispiel in Usbekistan, wo man nach der Ikat-Methode Seidenstoffe herstellt, die beidseitig (pflanzlich) gefärbt sind, weil die Kettfäden auch bunt sind. Klingt sehr kompliziert, ergibt aber ein ausgesprochen flirrendes Muster mit überraschenden flammenden Effekten. In Zusammenarbeit mit den Handwerkerinnen vor Ort entwirft die Designerin Renée Karger Stoffe, aus denen dann auch jeansjackenartige Oberteile, Westen, Bustiers und sogar rauschende Roben gefertigt werden, die nun - allesamt


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