Peter in der Mädchenwelt

Extra | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

GEHEN & SCHAUEN "Gestern unterwegs" lädt zu lohnenden Spaziergängen im Kopf von Peter Handke. 

Es gibt Autoren, die bleiben aus Prinzip zu Hause und misstrauen allem, was ihnen nicht in der sicheren Umgebung des eigenen Schreibtischs einfällt. Und dann gibt es solche wie Peter Handke, für die Schreiben fast unabdingbar mit Reisen und ständiger Bewegung zusammenhängt.

  Rastlos zog Handke in den Achtzigerjahren, in denen er einige Zeit ohne festen Wohnsitz lebte, allein und wie ein fast allem entsagender Pilger durch Europa, Ägypten und Japan. In dem voluminösen Band "Gestern unterwegs" finden sich nun ungekürzt - sozusagen im author's cut - seine Notizen vom November 1987 bis Juli 1990, "die letzte Phase meines Mit-Schreibens mit den täglichen und nächtlichen Geschehnissen". Damit ist eine lose Folge von Aufzeichnungsbänden wie "Am Felsfenster, morgens" abgeschlossen.

  Die ausklingenden Achtziger waren für den Dichter, der einst den Ruf der weiten Welt aus einer Jukebox


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige