Männer - tot und lebendig

Extra | KARIN CERNY | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

RAT FÜR FRAUEN Elisabeth Reichart überantwortet ihrer Protagonistin ein Sterbehospiz für Männer, Irene Prugger schickt ihre Heldin ins triviale Leben. 

Viktorias Haus liegt abgelegen. An den Donau-Auen, die ihr selbst oft wie ein Dschungel vorkommen, betreibt sie ein Sterbehilfeinstitut, in das wohlhabende Männer kommen, um ihre letzten Tage, Wochen oder sogar Monate so angenehm wie möglich zu verbringen. Viktorias Krankenschwestern (nur attraktive Frauen!) betreuen ihre Kunden rund um die Uhr, bis sie ruhig entschlummern, die Hausherrin verfolgt deren Sterben auf einem Monitor. Bis eines Tages eine Krankenschwester einen Patienten umbringt und dann sich selbst aus dem Weg räumt.

  So erzählt, hört sich Elisabeth Reicharts Roman mit dem nicht unfetzigen Titel "Das Haus der sterbenden Männer" wie ein Sci-Fi-Krimi an - was er aber nicht ist. Man muss fast ein Drittel des an die 400 Seiten starken Wälzers hinter sich bringen, bevor das Sterbehospiz an der Donau ausführlicher


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