How the West Got Lost

Extra | JÖRG MAGENAU | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

DDR UND DANACH Ingo Schulze begibt sich in seinem voluminösen Briefroman "Neue Leben" in die Zeit vor der Wende und zeigt, wie mit dem Osten auch der Westen verloren ging. 

In der kleinen, wenig beachteten Erzählung "Mr. Neitherkorn und das Schicksal" setzte Ingo Schulze sich mit der schwierigen Frage auseinander, ob es so etwas wie ein Schicksal gebe. "Schicksal ist schlicht das Leben, das man ändern müsste. Aber das kommt selten vor", hieß es dort. Jetzt legt er, nach siebenjähriger Arbeit, ein opulentes Werk vor, in dem er die Veränderung des Lebens auf der großen historischen Bühne untersucht. "Neue Leben" heißt dieser gewaltige Roman in Briefen, der in der ersten Hälfte des Jahres 1990 spielt, also in der Epoche, in der die Bewohner eines ganzen Landes aufgefordert waren, ihre Lebensentwürfe zu revidieren.

  In "Simple Storys" und "33 Augenblicke des Glücks" erzählte Ingo Schulze Geschichten aus der Nachwendezeit. Jetzt traut er sich erstmals, auch von der Vorzeit


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