Anders als die andern

Extra | NICOLE STREITLER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

FRAUEN Beziehung oder doch nicht? Lucía Etxebarria und Christa Wolf lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise auf die alte Mann-Frau-Sache ein. 

Spätestens seit Simone de Beauvoirs Buch "Le deuxième sexe" von 1949, das auf Deutsch symptomatischerweise unter dem Titel "Das andere Geschlecht" erschienen ist, gilt die Frau als das Andere. Dies freilich aus einer Perspektive, die das Männliche als das Eigentliche postuliert. In Zeiten poststrukturalistischen Denkens wurde das Andere jedoch zum eigentlich Eigentlichen erhoben, zeigt sich doch in ihm in exemplarischer Weise das Differente und Oppositionelle, in dem weit mehr Subversiv- und Produktivkraft vermutet wird als im Eigentlichen.

  Die junge Spanierin Lucía Etxebarria hat sich schon im Titel ihres Romans "Wir sind anders als die anderen Frauen" auf ein produktives Spiel mit diesen Differenzen eingelassen. Die Autorin, unlängst mit dem mit 601.000 Euro dotierten Premio Planeta ausgezeichnet, hatte bereits durch eine Biografie


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