Starbucks auf Japanisch

TEX RUBINOWITZ | Extra | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

NIPPON Peter Carey wundert sich über Japan, Kenzaburo Oe muss das nicht - er stammt von dort und begibt sich nach Berlin. 

Vorweg: Der Titel des aktuellen Buches des australischen Autors Peter Carey ist zumindest ehrlich; er war es, bevor dieser nach Japan kam, und bleibt es, nachdem er das Land wieder verlassen hat: "Wrong about Japan". Careys zwölfjähriger Sohn Charley ist ein großer Fan japanischer Comics, sogenannter Mangas; als der Vater eines Tages vorschlägt, ihn nach Japan zu begleiten, willigt der Sohn unter der Bedingung ein, dass nicht das "echte Japan" besucht werden dürfe - also Tempel, Museen und dergleichen.

  Die meisten Bücher oder Reiseberichte über Japan beschreiben ungläubig, fasziniert und hilflos genau das Gegenteil von dem, was zum Beispiel Japaner bei uns aufsuchen. Uns fasziniert ihr Alltag, sie interessieren sich für Dürer-Hasen und Sachertorten, nicht aber fürs Spira-Land. Das liegt daran, dass Japan das einzige Land der Welt ist, das ein wenig über

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