Zaghafter Sonnenschein

Extra | SYLVIA BRÄSEL | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

SCHWERPUNKT KOREA (Süd-)Koreanische Autos sind bekannter als die Autoren der Region. Die Frankfurter Buchmesse versucht, daran etwas zu ändern. Ein Überblick über eine Literatur zwischen Vergangenheitsaufarbeitung und Wohlstandsskepsis. 

Das koreanische Fernsehen berichtete ausführlich. Denn es kam einer kleinen Sensation gleich, dass Ende Juli 2005 erstmals ein Treffen von Schriftstellern aus beiden Teilen Koreas realisiert werden konnte. Der große Lyriker Ko Un und der bedeutende Romancier Hwang Sok-yong, die seit Jahrzehnten den Glauben an die Einheit des Volkes und ihre kulturellen Traditionen beschworen hatten, gehörten zu den Initiatoren auf südkoreanischer Seite. Sechzig Jahre nach dem Ende der japanischen Kolonialherrschaft (1910-1945) und der Teilung Koreas am 38. Breitengrad begannen die Mauern der Ideologien langsam etwas durchlässiger zu werden.

  Seit der ehemalige südkoreanische Präsident Kim Dae-Jung mit seiner "Sonnenscheinpolitik" und seinem Besuch im Norden


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