LINKE THEORIE & PRAXIS

Widerstand in Österreich

Extra | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Äußerlich sieht das Buch aus wie einer der vielen, leicht drögen Politologiesammelbände, in denen meist viel Wahres und selten etwas Überraschendes zu lesen ist. Wie angenehm hebt sich der Sammelband "Politische Kultur in Österreich 2000-2005" von solchen Vorlagen aber ab, wenn man in die Essays und Aufsätze hineinliest. Akademische Rücksichtnahme ist die Sache der Autoren fürwahr nicht - allen voran nicht von Herausgeber Nikolaus Dimmel, Professor an der Universität Salzburg, und Josef Schmee, Mitarbeiter der Arbeiterkammer. Ihr Urteil über fünf Jahre Wende fällt entsprechend pointiert aus: Neoliberalismus gepaart mit autoritärer, postfaschistischer Vulgarität. Neben Konrad Paul Liessmanns schon bekanntem Traktat "Der Reformgeist" finden sich Essays und Studien - darunter wahre Preziosen - über die Strafrechtsreform, den Club Jörg, über die "Marke Ich" (i.e. KHG) bis hin zur immer erwünschten, meist vermissten "Zivilcourage".

Nikolaus Dimmel/Josef Schmee (Hg.): Politische


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige