Entgleisende Säkularisierung

Extra | ISOLDE CHARIM | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

PHILOSOPHIE Jürgen Habermas kritisiert in seinen neuen Aufsätzen die reduktionistische Naturwissenschaft und sucht sein Heil in einer von der Vernunft angeleiteten Religion. 

Jürgen Habermas ist mittlerweile über 75. Man muss sich das vor Augen halten, um seine anhaltende Aktivität richtig zu würdigen. Statt sich verdientermaßen auf seinen Lorbeeren auszuruhen, produziert er ständig neue Bücher - neu auch in Bezug auf ihre Thematik und die Literatur, die er dabei verarbeitet. Die Fußnoten wimmeln von Publikationen aus den Jahren 2003 und 2004. Diese Lebendigkeit rührt nicht zuletzt daher, dass Habermas sein wesentlichstes Konzept, das der diskursiven Öffentlichkeit, selbst praktiziert. Wer ihn jemals live gesehen hat, hat eine Vorstellung davon.

  In seinem neuesten Band mit Aufsätzen, "Zwischen Naturalismus und Religion", erleben wir Habermas in der Auseinandersetzung mit zwei gegenläufigen Tendenzen, die er als kennzeichnend für die Gegenwart sieht: dem wissenschaftsgläubigen


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