PHILOSOPHIE GOES BIO

Nachdenken übers Leben

Extra | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Biophilosophie haben früher vor allem ältere Professoren der Biologie und angrenzender Wissensgebiete betrieben, die sich gegen Ende ihrer Karriere Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest machten. Dabei sind zwar neben Belanglosigkeiten auch wichtige Texte entstanden - man denke etwa an Jacques Monods "Zufall und Notwendigkeit". Dennoch fehlte es dieser Disziplin häufig an systematischer Teamarbeit. Das ist heute anders, wie das von Ulrich Krohs und Georg Toepfer herausgegebene Buch "Philosophie der Biologie" zeigt.

  Die darin versammelten Autoren haben eindeutig ihre Hausaufgaben gemacht, sprich: zumeist Biologie und Philosophie studiert, und nehmen daher die aktuellen Probleme ihrer Disziplin mit der entsprechenden begrifflichen Schärfe in Angriff. Also etwa die Klärung von klassisch biologischen Konzepten wie "Leben" und "Funktion" oder solchen, die eher aus der analytischen Philosophie importiert wurden, beispielsweise "Supervenienz" und "Emergenz". Die Texte sind zwar akademisch gehalten, dennoch als Einführung geeignet und bieten viel Information für wenig Geld. R. C.

Ulrich Krohs/Georg Toepfer (Hg.): Philosophie der Biologie. Frankfurt a.M. 2005 (Suhrkamp). 457 S., E 16,50


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