Die Hightechkäfer

Extra | LENA YADLAPALLI | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

BIONIK Sie wird als die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts gehandelt. Zwei Neuerscheinungen widmen sich ihrem enormen Potenzial auf sehr unterschiedliche Weise. 

Der Bombardierkäfer Brachynus crepitans kriecht durch das Gras und befeuert Feinde mit seiner C-Waffe Wasserstoffsuperoxid: heutiger Treibstoff von Weltraumraketen. Ein kohlrabenschwarzer Wüstenkäfer erklimmt im Morgengrauen eine Düne, streckt die Hinterbeine samt Körper in die Höhe und bietet so dem vom Meer heraufziehenden Nebel eine Auffangfläche: perlende Wassertropfen liefern den Morgentrunk. Aber das ist noch lange nicht alles: Es gäbe auch noch ultraleichte Flugzeugflügel aus dem Panzer des Schwarzen Zuckerkäfers, Superkleber aus dem Bioleim von Muscheln oder Seile für den Bau von Hängebrücken aus den Fäden der Goldseidenspinne.

  "Eine Fülle von Vorbildern der Technik bietet die Natur auf dem Präsentierteller." Das ist die Botschaft von Kurt G. Blüchel, die sich wie ein roter Faden durch sein neues Buch


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