Unzuverlässig und faul

Extra | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

VolksKUNDE Für sein neues Buch reiste Karl-Markus Gauß zu den versprengten Deutschen in Osteuropa. 

Autoren, die in die Nachkriegsordnung hineingeboren wurden und sich eher als links denn als bürgerlich verstehen, haben lange einen großen Bogen um das Schicksal der deutschen Volksgruppen gemacht, die während der letzten ethnisch motivierten Verfolgungen entweder ihre Heimat, mindestens aber ihre historische Identität hatten aufgeben müssen. Kein Wunder, denn wer nicht das Gegenteil der Position der Landsmannschaften vertrat, riskierte, sich den Ruf eines Rechtskonservativen einzuhandeln.

  Erst seit die Vertriebenenverbände an Einfluss verloren haben, ist es leichter geworden, Bücher über die deutschen Volksgruppen zu schreiben. So wie zum Beispiel "Die versprengten Deutschen" von Karl-Markus Gauß, der für seinen Bericht deutsche Minderheiten in Litauen, der Slowakei und der Ukraine besuchte. Diese Exkursion durch Restbestände einst blühender Siedlungsgebiete endet unweit


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