Heimat großer Söhne

Extra | THOMAS KÖNIG | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Männerforschung Ernst Hanisch untersucht österreichische Männlichkeitstypen im 20. Jahrhundert und findet Kämpfer und Liebhaber. 

Das Wort, das es gebraucht hätte, um das Thema des rezensierten Buches gegenüber einer unvoreingenommenen Leserschaft einzugrenzen, kommt weder im Titel noch im Klappentext vor: Österreich. Denn der Name des Autors, Ernst Hanisch, signalisiert diesen Hinweis nur jenen Lesern, die mit seinem Werk bereits vertraut sind: Der Salzburger Historiker hat bereits mit "Der lange Schatten des Staates" eine "Österreichische Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert" geschrieben. Darauf nimmt der Titel seines neuen Buches Bezug: "Männlichkeiten. Eine andere Geschichte des 20. Jahrhunderts".

  Empfehlenswert ist es jedenfalls auch für jene, die sein mittlerweile vor mehr als zehn Jahren erschienenes Standardwerk zur Geschichte Österreichs nicht kennen. Wenn aber der Autor schon kokett Anschluss an ein früheres Werk sucht, soll ein direkter Vergleich nicht fehlen.


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