Es war einmal ...

Extra | MARTIN LHOTZKY | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

MYTHOLOGIE Zwei neue Sachbücher über Märchen im Allgemeinen und Mittelerde im Speziellen. 

Wir alle sind mit ihnen aufgewachsen, den Geschichten von Schneewittchen und den sieben Zwergen oder vom kleinen Muck. Der Innsbrucker Literaturwissenschaftler Stefan Neuhaus holt in dem schlicht nach seinem Untersuchungsgegenstand betitelten Band aus der Universitätstaschenbücherreihe gleich einleitend ordentlich aus. Er legt ein Plädoyer für den Terminus Märchen als Gesamtbegriff vor und erklärt die Unterscheidung zwischen Volks- und Kunstmärchen als weitgehend hinfällig.

  Obwohl sein Buch erst den Eindruck erweckt, diese Herangehensweise ausführlicher zu untermauern, schwenkt er dann doch um. Eine Ehrenrettung für die ältere Methode des "positivistischen Faktensammelns" ist auch dabei. Immerhin gebührt der vergleichenden Märchenforschung ein Verdienst bei der Abwehr nationalistischer und xenophober Tendenzen, wenn auch auf Kosten zu leichter Instrumentalisierung durch diverse


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