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MAYA McKECHNEAY | Extra | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

FILMEMACHERIN Ein facettenreicher Sammelband porträtiert die französische Regisseurin Claire Denis. 

Das Foto auf dem Cover ist das Abbild einer Geste: Ein Lachen ist da zu sehen und eine Hand, die durch die Luft fährt, als wolle sie etwas Unsichtbares greifen. Ähnlich diesem Porträt von Claire Denis funktioniert auch das erste deutschsprachige Buch über die französische Regisseurin: Die Texte am Anfang des Bandes gleichen einmal einem euphorischen Ausruf (Jim Jarmuschs "Tribute to Claire"), sind philosophische Wahrnehmungsstudie (Jean-Luc Nancy über den Kannibalenfilm "Trouble Every Day") oder profunde Analyse (Martine Beugnet vervollständigt ihre eigene, 2004 erschienene Monografie "Claire Denis" mit einer Betrachtung zu deren jüngstem Opus magnum "L'Intrus"). Auf ein statisches Gesamtbild zielen diese Annäherungen, denen jede Labelfindung fern liegt, jedoch nicht ab. Und das ist gut so.

  Den Texten folgen transkribierte Gespräche, entstanden zwischen 1995 und 2005, in

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