Holy Smoke

Extra | THOMAS MÜNDLE | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

UNGESUNDHEIT Imre von der Heydt hält ein kampfeslustiges Plädoyer für seine Leidenschaft und mehr Genuss im Leben. 

Letztes Jahr Irland und Norwegen. Heuer Italien und Schweden. Just zu dem Zeitpunkt, an dem die Anti-Rauch-Welle auch in Europa triumphale Siege feiert, schreibt Imre von der Heydt, Sitcom-Produzent aus Köln, eine Verteidigung des Rauchens. Doch wie verteidigt man etwas, das so offensichtlich gesundheitsschädlich ist?

  Von der Heydt wehrt sich gegen die Idee vom Glimmstängel als Alleinverursacher. Es gebe keinen "Nikotintod" oder "Tabakinfarkt". Dabei zeigt er, auf welch zweifelhafte Weise ein Raucher bei seinem Tod zum Tabakopfer wird. Auch spielt er mit Widersprüchen in den Statistiken. Japanische Männer erkranken etwa trotz eines rund 25 Prozent höheren Zigarettenkonsums deutlich seltener an Lungenkrebs als US-amerikanische Männer.

  Die Kampfeslust von der Heydts überrascht, zumal viele Raucher heute ihr Laster am liebsten loswerden möchten. Von der Heydt


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