VORWORT

Signale aus dem Musterland

Steiermark Vorwort | THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Die unglaubliche Spannung, die das Land während der beiden auf den Wahltag folgenden Wochen gepackt hatte - richtig, das ist alles erst zwei Wochen her - hat sich in Frieden und Wohlgefallen aufgelöst. Die SPÖ und die in der Wahl unterlegene Volkspartei haben sich am Montag auf ein Arbeitsübereinkommen verständigt. Die Stimmung ist in den Wohlfühlbereich gerutscht.

  Die Einigung kommt nicht überraschend, ist deshalb aber auch nicht weniger zu begrüßen. Es ist gut, wenn die beiden Parteien, die laut Proporzverfassung zur gemeinsamen Regierung gezwungen sind, das auch ein wenig wollen und einen Konsens darüber erzielen, was sie mit ihrem gemeinsamen Regierungswillen so alles anstellen wollen. Geht alles gut und wird das Arbeitsübereinkommen umgesetzt, wird also auch - wie in Punkt 6 des Papiers festgeschrieben - der Proporz zeitgerecht vor der nächsten Wahl eliminiert, dann hat der ritualisierte Eiertanz zwischen mehr oder weniger demütigem Gewinner und mehr oder weniger zerknirschtem


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