"Es gibt eine Grauzone"

HERWIG G. HÖLLER und GERLINDE PÖLSLER | Steiermark Politik | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

Interview Wolfgang Dvorak-Stocker, Leiter des Stocker-Verlags, über Antisemitismus- und WiederbetätigungsVorwürfe, sein Verhältnis zur ÖVP und warum er Hitler nur als einen von mehreren Hauptkriegsschuldigen sieht.  

Anstoß erregt Dvorak-Stocker, Leiter des Stocker-Verlags, vor allem mit Texten, die er in der Zeitschrift Neue Ordnung (NO) veröffentlicht. Kritiker sehen viele Artikel als fremdenfeindlich oder antisemitisch. Die Ausgabe 1/05 veranlasste die Grünen, ihn wegen Wiederbetätigung anzuzeigen. Es finden sich darin Passagen wie: "Je mehr ich über das Dritte Reich nachdenke, umso klarer erscheint es mir als eine geniale Improvisation, die nach beispiellosen Erfolgen in sich zusammensackte ..." Oder: "Sollten wir uns in der Postmoderne (...) eines Tages auf die positiven Seiten des Dritten Reiches (...) besinnen, stellt sich (...) die Frage nach ihrer Handhabung." Dvorak-Stocker weist die Vorwürfe strikt zurück. In einem Gerichtsverfahren ließ er gar wissen, die NO publiziere

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