Roter Aufbruch

Steiermark Politik | HERWIG G. HÖLLER | aus FALTER 42/05 vom 19.10.2005

LANDTAG Nach ihrem Wahltriumph bereitet die steirische KPÖ nach langem politischen Schattendasein eine marxistische Bildungsoffensive vor. 

So viele KPÖ-Stimmen hat es nie gegeben!" Willi Gaisch, der Autor des steirischen Parteiprogramms, freut sich. In seiner politischen Biografie, die 1936 mit der Mitgliedschaft beim Kommunistischen Jugendverband ihren Anfang nahm und in seiner Rolle als Landesparteivorsitzender zwischen 1979 und 1991 gipfelte, war ein derartiger Wahlerfolg stets ausgeblieben. Dabei hatte es nach dem Zweiten Weltkrieg und dem kurzfristigen Einmarsch der Roten Armee für die steirischen Kommunisten zunächst nach leuchtender Zukunft ausgesehen. In der fälschlichen Ansicht, die KPÖ hätte die Macht, waren zunächst Tausende der Partei beigetreten. Die Hälfte davon verließ die KPÖ gleich nach dem Abzug der Sowjets aus der Steiermark, erinnert sich Gaisch im Falter-Gespräch, weitere traten nach Landtagswahlen im November 1945 aus: Die KPÖ hatte bloß zwei Mandate


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