"Ich dachte, ich fall in Ohnmacht!"

GERALD JOHN  | Politik | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

Für ihre Spindoktoren war Ursula Stenzel ein Albtraum. Die Kandidatin der "modernen, urbanen Stadtpartei ÖVP" (Eigendefinition) wollte die Parks, Punschstände und sämtliche "Unkultur-Events" zusperren. Schlitterte in ein Skandälchen um einen ihr angeblich zugeschanzten Dauerparkplatz. Und vergrätzte auch noch die eigenen Funktionäre, indem sie in der Presse das parteieigene Stadtfest niedermachte. "Ich dachte manchmal, ich fall gleich in Ohnmacht", stöhnt ein ÖVP-Mitarbeiter nach fünf Wochen Stenzel hautnah.

  Der arme Mann kann durchatmen. Am 23. Oktober nachmittags stieß Stenzel zufrieden mit Schampus auf den "kürzesten und härtesten Wahlkampf" ihrer Karriere an. Es war wohl auch der erfolgreichste. Die ehemalige ORF-Moderatorin und Noch-Europaparlamentarierin verteidigte nicht nur die Innenstadt, den heiligen Bezirk der Bürgerlichen, gegen die roten Horden, sondern landete mit zehn Prozent Plus sogar einen Erdrutschsieg. SPÖ-Herausforderer Georg Niedermühlbichler hatte

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