Echo verhallt

Medien | FLORIAN KLENK | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

INTEGRATION "Echo", das Sprachrohr junger, moderner türkischer Muslime, steht vor dem Aus. 

In anderen Städten würden sich in Zeiten wie diesen die Parteien vielleicht um einen wie Bülent Öztoplu raufen. Der engagierte türkische Sozialarbeiter arbeitet seit Jahren mit Jugendlichen der zweiten Generation, um sie auch mit anderen als mit islamischen Werten vertraut zu machen. Er war einer der Ersten, die erkannten, dass Fundamentalismus und Radikalität bei Jugendlichen nicht nur durch die Polizei, sondern vor allem auch durch Integration bekämpft werden können. In einem heruntergekommenen Haus in der Gumpendorfer Straße lud Öztoplu gemeinsam mit türkischen Sozialarbeitern junge Einwandererkinder zu gemeinsamen Club-Abenden. Im Verein Echo lernten sie auch eine Welt abseits der Wiener Hinterhofmoscheen kennen. Hier wurde über Zwangsehen, Patriarchat, Frauenrechte und Emanzipation gesprochen - oder einfach nur Händchen gehalten oder ein türkisches Konzert geprobt. Für viele


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