"Schönheit haut uns um!"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

LITERATUR Der Georg-Büchner-Preis geht heuer an die deutsche Schriftstellerin Brigitte Kronauer. Ein Gespräch über die Asozialität von Schriftstellern und fragwürdige Ansprüche an die Literatur, über die Schwierigkeit der Menschenliebe, die Süße der Operette und das Tier in Marlon Brando. 

Als bekannt wurde, dass der Georg-Büchner-Preis 2005 an Brigitte Kronauer geht, ging ein vernehmliches Aufatmen durch die literaturinteressierte Öffentlichkeit und das deutsche Feuilleton: Endlich! Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die den mit 40.000 Euro dotierten Preis alljährlich vergibt, hatte sich eine Peinlichkeit erspart. Denn als solche hätte man es wohl langsam empfunden, wäre Kronauer, Jahrgang 1940, auch heuer wieder leer ausgegangen. Am 5. November wird ihr die Auszeichnung in Darmstadt verliehen.

  Kronauer gilt als Spätstarterin. Bis 1971 war sie Lehrerin, danach veröffentlichte sie kurze Prosastücke in Kleinverlagen, ehe ihr 1980 der Durchbruch gelang:


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige