AUFGEBLÄTTERT

MARTIN LHOTZKY | Kultur | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

In der Reihe "Austrian Studies" (vormals "Wiener Beiträge zur Englischen Philologie" - kein Wunder, dass dieser Titel geändert wurde) legt Saskia Kossak mit "Frame My Face to All Occasions" eine ausführliche Untersuchung in englischer Sprache zur filmischen Umsetzung von Shakespeares Königsdrama "Richard III." vor. Obwohl sie einräumt, keine erschöpfende Studie angestrebt zu haben, bezieht sie doch selbst so kleine Momente wie Richards Cameo-Auftritt in der BBC-Serie "Blackadder" ein. Während vor allem im anglophonen Raum an Arbeiten über Shakespeare und Film wohl kaum Mangel herrscht, füllt eine derart spezielle Untersuchung durchaus eine Lücke in der Filmforschung, begnügt sich die Autorin doch keineswegs mit einer simplen Zusammenstellung und Kritik, sondern versucht die je eigenen Aspekte von Kinofilm (angefangen beim ersten Richard-Stummfilm von 1908), Fernsehspiel oder Video- bzw. DVD-Produktionen herauszuarbeiten. Einzig die Nützlichkeit mancher Fußnoten gibt bisweilen

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