Weller bringt Spannkraft

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

MUSIK Mit seinem achten Soloalbum findet Paul Weller zurück zur Relevanz - ohne auch nur einen Deut am Konzept zu ändern. 

Beim Verschicken des Waschzettels, der den geneigten Rezensenten mit erhellenden Zusatzinformationen und triumphalistischen Preisungen des vorliegenden Produkts versorgen soll, war der Plattenfirma ein kleiner Fehler unterlaufen: "As Is Now", der Titel von Paul Wellers neuem Album, stand zwar in der Überschrift, doch der Text darunter entstammte dem Werbepamphlet zum im Vorjahr erschienenen "Studio 150". Die unfreiwillige Symbolik ergab durchaus Sinn, waren Wellers Werke in den vergangenen zehn Jahren doch bedenklich austauschbar geworden. Vom Verfechter eines liebenswerten, wenngleich paradox nostalgischen Innovationsbegriffs ("Modernismus" sagte der alte Mod noch Ende der postmodernen Achtziger dazu) war Weller zum Schutzheiligen eines statischen britischen Retro-Fundamentalismus verkommen.

  Einem höheren Hang zur Ironie folgend ist aber just "As Is Now" jenes


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