"Ich bin kein hipper Typ"

GERHARD STÖGER | Kultur | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

MUSIK Als Musikmanager hat Chris Gelbmann André Heller zurück ins Studio geholt und Christina Stürmer zum Superstar gemacht. Jetzt überrascht der Wiener mit einer tollen Singer/Songwriter-Platte. 

Schein und Sein sind im Pop nicht selten zwei Paar Schuhe; die perfekte Inszenierung muss hier immer wieder einmal über den mediokren Inhalt hinwegtäuschen. Dass es auch andersrum gehen kann, beweist der 33-jährige Wiener Singer/Songwriter Chris Gelbmann mit seinem CD-Debüt "The Pink Beast of Love". Ein nicht eben gut aussehender Mann blickt da in schwarzem Hemd vor braunem Hintergrund von einem sonderbar billig anmutenden Cover; der Plattentitel ist zu allem Überdruss in pinken Lettern draufgeklatscht. Musikalisch bleibt die solcherart suggerierte Mischung aus Ramsch und Muffigkeit aber aus: Zu schlichter, aber sehr stimmungsvoller Instrumentierung singt eine irgendwo zwischen Cat Stevens und dem Americana-Vokalisten Ihres Vertrauens angesiedelte Stimme mit hoher Wiedererkennbarkeit

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