Oper ohne Worte

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

MUSIKTHEATER Die Wiener Theaterreform hat der freien Opernszene ein erstes Ergebnis gebracht: Christoph Coburger geht diese Woche mit seinem Ensemble für Städtebewohner an den Start. 

Eine echte Überraschung zum Auftakt der ersten Saison nach der Wiener Theaterreform hat es in der freien Musiktheaterszene bislang nicht gegeben. Zwar hat sich in Sachen Subventionshöhe und Vergabepraxis einiges für die insgesamt sechs Gruppen geändert, auf der Bühne war davon bislang aber noch nichts zu bemerken. Die Neue Oper Wien des Dirigenten Walter Kobéra etwa - bislang mit 436.000 und ab sofort mit 500.000 Euro jährlich gefördert - machte sich letzte Woche mit Peter Eötvös' Jean-Genet-Vertonung "Le Balcon" an ein hochambitioniertes Projekt, versuchte damit wieder einmal, das Fehlen eines eigenen Hauses fürs zeitgenössische Musiktheater in Wien zu kompensieren - und stieß wie so oft an ihre Grenzen: Bei allem Verdienst, diese in einem Bordell spielende Endzeitoper in die Stadt gebracht


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