SPIELPLAN

Kultur | P. FUCHS / W. KRALICEK | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

Leo Lukas stellt Fragen und beantwortet sie auch. Woher kommen die kleinen Kinder? Aus Abrahams Wurstkessel, so erklärt sich auch der Begriff Schöpfer. Wie werden sie gemacht? Man steckt was rein, es kommt was raus. Und dann zum Programmtitel: "Wohin die kleinen Kinder kommen?" Na, zu den Großeltern und zur Kindergärtnerin. So weit, so halblustig. Weiter geht's vom Hölzchen aufs Stöckchen. Bitteres über Kinder, die geografisch kein Glück hatten: Wer in Bangkok das Licht der Welt erblickt, wird zwölf Jahre später um wenig Geld ... Gewand nähen müssen. Gruseliges über einen Elternabend, der in den anwesenden Müttern Animalisches freisetzt. Oder steirische Mundartlyrik über das Kind einer Drogenabhängigen vom Karlsplatz. Leo Lukas arbeitet schräg an der Humorlage des Publikums. Und mitunter auch daran vorbei. Intensiv sind Momente, in denen er über sein Alter räsoniert oder innehält und das Publikum nur böse anschaut. Ein Hänger? Wirkt als Pose des angry old man jedenfalls


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