Schon gesehen?

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

KUNST Das Atelier Augarten widmet sich dem Thema Déjà-vu. Der Kurator Thomas Trummer macht dort seit vier Jahren feine Ausstellungen. 

Ist das nicht ... Madonna?", fragten sich kürzlich die Besucher der Eröffnung eines Juweliergeschäfts in der Wiener Innenstadt. Nein, es war nur eine dem US-Star täuschend ähnlich sehende Frau, die vom Juwelier als Double engagiert worden war. Die Täuschung gelang, setzte sie doch einen kulturellen Mechanismus in Gang, der mit einem Déjà-vu vergleichbar ist: Einen Moment lang, ganz eindringlich, blitzt die Erinnerung an eine Person oder ein Erlebnis auf, als würde man eine Situation noch einmal durchleben.

  Diesem von der Neurologie als Erinnerungstäuschung pathologisierten Phänomen ist die neue Ausstellung des Ateliers Augarten gewidmet, das die Österreichische Galerie Belvedere mit zeitgenössischer Kunst bespielt. Wie bei der Ausstellung über "Trauer" (2003) greift Kurator Thomas Trummer ein assoziationsreiches Thema auf, veranschaulicht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige