"Hey, Che ist tot"

Steiermark Kultur | DONJA NOORMOFIDI und THOMAS WOLKINGER | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

KOMMUNISMUS Der kubanische Exil-Schriftsteller Néstor Díaz de Villegas über Fidel, fucking Che und 25 Jahre in Castros Gefängnis. 

Als Néstor Díaz de Villegas 18 Jahre alt war, also im Jahr 1974, wollte er Kuba verändern. Sein zwölfzeiliges Gedicht "Oda a Carlos III", in dem er die Umbenennung der Avenida Carlos III in Avenida Salvador Allende kritisierte, brachte ihm eine zwölfjährige Haftstrafe ein, von der er fünf Jahre tatsächlich absitzen musste. Tatsächlich sei er 25 Jahre lang gefangen gewesen, sagt der Autor, den Carlos Aguilera einmal als den "skrupellosesten und heftigsten der derzeitigen kubanischen Dichter" bezeichnet hat: fünf Jahre in Kuba, zwanzig in Miami, seinem ersten Exil. "Miami ist ein Castro-Gefängnis. Sie schicken dich dort rüber, um zu leiden. Miami ist hässlich und klein." Heute lebt de Villegas in Los Angeles - "in Freiheit", wie er am Rande des Symposions "Havanna virtuell" in Graz erzählte (siehe Kasten).

Falter: Fast 21 Prozent der Bevölkerung


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