Mehr Tempo Jessica

Steiermark Kultur | MICHAEL HAWLIK | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

THEATER "Jessica 30" von Marlene Streeruwitz wurde am Grazer Schauspielhaus uraufgeführt. Der Inszenierung geht dabei etwas die Puste aus. 

Mutter und Tochter erzählen in "Jessica, 30" von ihrem Erleben, ihren Hoffnungen und Fantasien. Sie begegnen einander nie, denken aber übereinander nach. So ergeben sich punktuelle Aufnahmen des Lebens und der Gefühlswelten der beiden Frauen, die bewusst nicht zu einem einheitlichen Ganzen verschmolzen werden. Das Stück ist die dramatisierte Fassung des gleichnamigen Romans der österreichischen Autorin Marlene Streeruwitz, den sie für die Bühne der Ebene 3 des Grazer Schauspielhauses adaptiert hat.

  Dieter Boyers Inszenierung hat viel vom Eiltempo der Textvorlage des atemlosen Gedankenmonologs verloren. "Mehr ins Laufen fallen lassen", wie es im Text heißt, hätte auch der Inszenierung gut getan. Die erst im Nachhinein speziell für die Dramatisierung des Romans geschriebene Rolle der Mutter, wird mit Fortschreiten des Stücks immer präsenter


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