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Gries-Kompass

Steiermark Stadtleben | aus FALTER 43/05 vom 27.10.2005

Der Gries lässt sich am einfachsten erkunden, indem man die Griesgasse vom Kunsthaus nach Süden in Richtung Griesplatz spaziert, die eine oder andere Abzweigung nimmt und vor allem die Augen offen hält. Mit dem Café Weitzer, Belgiergasse 1, liegt nicht nur das gediegenste Café der Stadt am Weg, sondern mit dem Café Royal, Griesgasse/Ecke Belgiergasse auch das panslawischste. Auch nicht von schlechten Eltern: das Generals gleich neben dem Royal, eigentlich eine Zockerbar, aber mit skurrilem Ambiente und billigem Bier. In der Griesgasse 25 lädt von Donnnerstag bis Samstag das Arcadium zum Rocken ein, programmiert werden die Abende vom Grazer Lokalsender 97,9. Am Weg findet sich eine Vielzahl türkischer Imbisse und Cafés, bosnischer Beisln und internationaler Bordelle, deren Namen oft schneller wechseln als Tag und Nacht. So hat die legendäre Carmen jüngst das Zeitliche gesegnet. Eine Stadt weint. Unverwüstlich: die Frühbar Beate, Griesgasse 34, in der das Leben erst um vier Uhr früh so richtig losgeht. Auch tagsüber einen Abstecher wert: die Auslage, ein Shop mit Produkten aus der lokalen Kunstproduktion, sorgfältig sortiert von Anita Hofer von KiG!, Feuerbachgasse 25. Beste Balkanküche gibt's bei Der Burek und im Devrana, beide dort, wo die Griesgasse in den Griesplatz mündet, ebenso wie bei den Kebab-Imbissen in der Rösselmühlgasse. Noch ein Stück weiter, in der Dreihackengasse 42, wartet die Postgarage auf durstige Tanzwütige, im Nil nebenan werden feine afrikanische Speisen serviert, dazu gibt's Nil Ginger, einen Spezialdrink aus Ingwer. T. W.


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