THEODOR-KÖRNER-HOF

Das erste Hochhaus

Politik | JAN TABOR | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

Am Margaretengürtel, zwischen dem Reumann-Hof und dem Julius-Ofner-Hof, befindet sich der Theodor-Körner-Hof. Als wäre er aus einer anderen Welt. Während die beiden von den Wagner-Schülern Hubert Gessner 1924 beziehungsweise Ernst Lichtblau 1926 entworfenen Wohnhausanlagen - die eine protzig, die andere elegant - zu den Prachtstücken des kommunalen Wohnbaus der Zwischenkriegszeit gezählt werden, fällt der 1951 entworfene und 1955 vollendete Theodor-Körner-Hof höchstens dadurch auf, wie falsch die Häuser zur Straße hin situiert sind. Und durch seine langweilige Erscheinung: typischer Nachkriegszeit-Möchtegern-Modernismus; sechsstöckige Zeilenhäuser, die senkrecht zu einer der meist frequentierten Straße in Wien gestellt wurden, keine schützende Hofbebauung, eher ein Trichter, mit dem der Lärm in die Anlage hineingeleitet wird.

  Im Dezember dieses Jahres wird man beginnen, die im Theodor-Körner-Hof wohnenden Menschen vor der eklatanten Lärmbelästigung zu schützen.


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