"Ein Update"

Politik | WOLFGANG LUEF | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

POLIZEI Im Prozess um den Tod Cheibani Wagues kommt heraus, dass Polizisten vor einer Gerichtsverhandlung ihre Aussagen besprochen haben.

Nach acht Stunden Verhandlung ist Richter Gerhard Pohnert erschöpft. Das liegt nicht nur an der Dauer des Verfahrens. "Es steht der Verdacht im Raum, dass Aussagen abgesprochen wurden", sagt der Vorsitzende. Zwölf Polizeizeugen, die zum selben Thema aussagen sollen, haben sich vor der Verhandlung getroffen, um über "das Verhalten vor Gericht zu sprechen", wie ein Zeuge sagt. Gerade Polizisten müssten doch über Rechte und Pflichten von Zeugen Bescheid wissen, schüttelt der Richter den Kopf. Er und die zahlreichen Zuseher müssen an diesem Prozesstag eines feststellen: Es gibt viele Dinge, die Polizisten wissen müssten. Eigentlich.

  Am vergangenen Freitag wurde die Verhandlung über den Tod des Mauretaniers Cheibani Wague fortgesetzt, der 2001 bei einer Amtshandlung im Stadtpark starb. Die wichtigsten Fragen: Haben die beteiligten Beamten gelernt,


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