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Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

Wenn Politiker ihre Botschaften in Bilder packen, um den Wählern ihr Anliegen näher zu bringen und trockene Materien durch ein bisschen Witz interessanter zu gestalten, dann ist das prinzipiell eine vernünftige Sache. Man kann's aber auch übertreiben. Ein wahrer Sprachakrobat ist der neue FPÖ-Chef HC Strache, der zur Höchstform anläuft, wenn er, wie eben erst im News-Interview, über sein früheres Idol Jörg Haider herzieht. Denn der Kärntner Landeshauptmann ist nicht nur "Pausenclown der österreichischen Innenpolitik", nein, "er hängt heute als Marionette am seidenen Faden Schüssels". Das wird den Kärntner Landeshauptmann aber kaum jucken, denn die "politische Leiche Haider" hat sich laut Strache ohnehin bereits "auf den Komposthaufen der Geschichte begeben und fault dort als Orange dahin". Und sollte Haider sogar von dort noch aufmucken, um sich "bei der Gutmenschen-Abteilung anzubiedern", dann sei dem BZÖ-Gründer Folgendes gesagt: "In Wirklichkeit sollte er sich selbst an der Nase nehmen und nicht mit Schmutz, den er selber zum Besten gegeben hat, auf andere werfen."


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