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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

KABARETT Ein Porträt des Künstlers als saturierte Biedermeierfigur: Thomas Maurers überambitioniertes neues Programm "Menschenfreund". 

Weil die Kabarettbühne Vindobona derzeit umgebaut wird, finden die Vorstellungen bis auf Weiteres nebenan, in Adi Hirschals mobilem Lustspielhaus am Wallensteinplatz statt. Für die Premiere des neuen Soloprogramms von Thomas Maurer war das etwas ungemütliche Ausweichquartier insofern der passende Ort, als der Kabarettist in "Menschenfreund" gerade dabei ist, ein Biedermeierhäuschen zu renovieren.

  Das mit dem Umbau beauftragte Architekturbüro nennt sich Büro für De-Koration, als ausführende Organe hat der Bauherr natürlich Fachkräfte aus Polen und der Ukraine engagiert. Maurer kommt mit einem beim Hietzinger Pfarrflohmarkt günstig erstandenen Designersessel aus den Siebzigerjahren ("schiach, aber cool") auf die Bühne, macht sich einen "Energietee" und erzählt aus dem Leben eines einst engagierten Künstlers, der sich in einen saturierten

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