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Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 44/05 vom 02.11.2005

MUSIKTHEATER Die Volksoper zeigte "Sophie's Choice", das Ensemble für Städtebewohner stellte sich mit "Herr K und Frau N" in der freien Szene vor. 

Die gute Nachricht zuerst: In der Volksoper fand eine Premiere statt, an deren künstlerischer Umsetzung es nichts auszusetzen gibt. Die gut besetzten Solisten agierten tadellos (Morton Frank Larsen, Matthias Klink) bis ausgezeichnet (Angelika Kirchschlager, Melba Ramos), Markus Bothe brachte eine ebenso präzise wie patente Inszenierung auf die schlichte Bühne von Robert Schweer, und - die größte Überraschung - das Orchester feierte den Einstand seines neuen Chefdirigenten Leopold Hager mit sehr ungewohnter Genauigkeit und Vitalität.

  Die schlechte Nachricht: Das Stück, dem all diese Leistungen zugute kamen, war "Sophie's Choice" von Nicholas Maw. Der Brite vertonte 2002 den gleichnamigen Roman von William Styron, in dem sich ein amerikanischer Jungschriftsteller an seine Begegnung mit der polnischen Auschwitz-Überlebenden Sophie


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